Jahresbericht 2006 – Fachausschuss Umwelt
Klimaschutz ist in aller Munde- Es gibt tolle Reden undBeteuerungen, doch wenn es um schnell umzusetzende Maßnahmen geht, sind gewissepolitische Kräfte doch sehr zögerlich und werfen den Ball von Hamburg nach Berlinund Brüssel ....
Zur September-Sitzung 2005 schrieb ich Ihnen, dass lt.Auskunft kompetenter Stelle mehrere Jahre CO2-Werte in der Freien undHansestadt Hamburg im Rahmen der Haushaltskonsolidierung nicht erhoben wurden.Und nun müsste man ohne Langzeitstudien schnell handeln, aber....
Was kann man dem Bürger/der Industrie freiwillig zutrauen?Was muss man dem Bürger/der Industrie Kraft Gesetz zumuten? Was istfinanzierbar?
Natürlich würde auch ich viel mehr Energiesparlampeneinsetzen, wenn sie dimmerfähig wären und in meine Leuchtkörper passen würden,ganz zu schweigen von der noch fehlenden sofortigen Helligkeit im Treppenhaus.Hätten Sie nicht auch schon längst ein Hybrid-Auto, wenn ....? In vielerleiHinsicht ist zuerst die Industrie gefordert. Jahrzehnte zurückblicken erinnereich mich an die Bedenkenträger für bleifreies Benzin, wasserlösliche Lacke undschwefelarmen Dieselkraftstoff u.v.a.m.
Wie soll Hamburg jedoch die geforderte CO2-Verringerung von40% bis 2020 erreichen, wenn allein für den Hafen ein Umschlagswachstum bis2030 von fünfmal mehr als 2004 prognostiziert wird und in naher Zukunft einweiteres Müll- und Kohlekraftwerk entsteht?
Große Förderungsprogramme gibt es für den Wohnungsbau undauch der private Hauseigentümer kann im Rahmen des HamburgerKlimaschutzprogramms eine Reihe von Fördergeldern erhalten. Für viele Häuserlohnt die Investition nicht nur der Umwelt zuliebe, denn sie amortisiert sichauch in wenigen Jahren. Ich habe einige Prospekte der Behörde fürStadtentwicklung und Umwelt mitgebracht.
Bäume sind die schönste Investition zum Klimaschutz in
unserer Stadt. Leider wurden in den letzten Jahren nicht nur kranke Bäume
gefällt, viele fällte man aus anderen Gründen. Die wenigen Neuanpflanzungen
tragen noch kaum zur Luftverbesserung bei und werden selten ein hohes Alter
erreichen, wenn nicht Umweltschutz und Stadtgrün einen höheren Stellenwert
bekommen.
Maria Therese Gorges
- Fachausschuss Umwelt -