Hummel Lied

 
Und wenn Du Hummel werden willst

Dann melde Dich bei Zeiten;

Auf das Du an der Tafel stehst,

Du mußt Dich vorbereiten.

Und kommt der Tag dann auch heran

so mußt Du stehen deinen Mann

Du mußt Dich vorbereiten

Du mußt Dich vorbereiten.

 

Zwei Bürgen sollen Dir behilflich sein,

den Weg zu uns zu finden,

weil unser alter Hummelclub

durch Tradition ist gebunden.

Und kommt der Tag dann auch heran

so mußt Du stehen deinen Mann

Du mußt dich vorbereiten

Du mußt dich vorbereiten.

 

Nur wer Humor und Witz mitbringt,

der sei uns stets willkommen

Miesgram und Nörgelein, die sind

im Hummelclub nicht angebracht

Und kommt der Tag dann auch heran

so mußt Du stehen Deinen Mann

Du mußt dich vorbereiten

Du mußt dich vorbereiten.

 

Die Tradition des Hummelclubs

übernahmen wir zu wahren,

Es soll uns ein Gelöbnis sein

In Ehren dieses auch zu tragen.

Und kommt der Tag dann auch heran

so mußt du stehen deinen Mann

Du mußt dich vorbereiten

Du mußt dich vorbereiten

 

Hammonia

Stadt Hamburg an der Elbe Auen,

Wie bist du stattlich anzuschauen

Mit deiner Türme Hochgestalt

Und deiner Schiffe Mastenwald!

Heil über dir! Heil über dir,

Hammonia, Hammonia!

O wie so herrlich stehst du da!

 

Reich blüht dir auf allen Wegen

Das Fleißes Lohn, des Wohlgestands Segen;

So weit deutsche Flagge weht,

in Ehren Hamburgs Namen stehen

Heil über dir! Heil über dir,

Hammonia, Hammonia!

O wie so herrlich stehst du da!

 

Der Becher kreis in froher Runde,

und es erschall´aus Herz und Munde:

„Gott wolle fernes Gedeihn

der teuren Vaterstadt verleihn!“

Heil über dir! Heil über dir.

Hammonia, Hammonia!

O wie so herrlich stehtst du da!

  

Das Hammonia Lied, die National-Hymne der Hamburger, verdanken die Hanseaten ihrem Mitbürger, dem Schriftsteller Georg Nicolaus Bärmann. Das Lied, vertont von Albert Methfessel (1785-1869), dem Begründer und Dirigenten der Hamburger Liedertafel von 1823, erklang das erste Mal am 29.9.1828 im Stadttheater in der Dammtorstrasse.

 

Melodie – Volksweise

NUN ADE DU MEIN LIEB HEIMATLAND

 

Unser Club hat heute Stiftungsfest,

oben, unten, vorne, hinten, überall.

Zu dieser Feier stehn wir fest,

oben, unten,vorne, hinten, überall.

Und allen Leuten wird es klar,

der Hummel – Club ist wunderbar,

oben, unten, vorne, hinten, überall.

 

Gegründet Neunzehnhundertzwei,

oben, unten, vorne, hinten, überall.

Von uns war niemand mehr dabei,

oben, unten, vorne, hinten, überall

Trotzdem wird uns allen klar,

 

88zig Jahre sind erreicht,.

oben, unten, vorne, hinten, überall.

Und darum wird ein Schnaps gereicht,

oben, unten, vorne, hinten, überall,

Damit ist nun alles klar,

der Humme - lub ist wunderbar,

oben, unten, vorne, hinten. Überall..

 

Die Zukunft sieht nur rosig aus,

oben, unten, vorne, hinten, überall,

wenn neue Leute komm`n zu hauf.

Oben, unten, vorne, hinten, überall.

Den „Neuen“ machen wir es klar;

der Hummel – Club ist wunderbar,

oben, unten, vorne, hinten, überall.

 

Nun nehmen wir das Glas zur Hand,

oben, unten, vorne, hinten, überall,

und trinken aus mit viel Verstand.

Oben, unten, vorne, hinten, überall.

Dann ist es allen Sonnenklar,

der Hummel – Club bleibt wunderbar,

oben, unten, vorne, hinten, überall.

 

De ole klang

Dor weihl en stillvergneuten Klang

Von Elv un Hoben to uns.her,

dor lüd´ t de grote Michel mang

un ook de Klock von Brügg und Fähr.

 

De Klang vertellt von`n olen Slag

De hier mang Hüls so lütt un scheef

Sein Arbeitshaar und fleit un lach,

n`Slag, den`t bloß in Hamburg gäv!

 

Un Hummel, Kirchhoff, de stoht op,

ook Piepenreimers, de is door,

denn Mattler, mit den Prükenkopp,

Hein Brötel mit den scheu`n Tenor.

 

Zitronenjette kummt un quarkt,

und „Stebelwichs“ roppt Valentien,

de Leuwen stoht an´n Hoppermarkt,

un Naucke will de Starkste sein.

 

Hein Köllisch von de Reeperbohn-

Und Kasper,de lütt Rütentüt-

Och, jem ehr Tieden sünnd vergohn.

„War weur dat scheun!“ so seggt wi hüt...

 

Dat ole hamborg is nicht mehr,

dat nee hett sie´n eegen Klang.

Un doch dat Leed von güstern her

Dat smustergrient un blifft dormang.

 

Deutung des Ritzenbüttel – Portugalers

Im Jahre 1393 griffen die Hamburger zusammen mit ihren Verbündeten das burgartige Schloß Ritzebüttel an und eroberten es im Sturm, weil die Schloßherren die Schiffe auf der Elbe belästigten.

Ein Jahr später gingen das Schloß und die umliegenden Dörfer mit dem Haupttor Cuxhaven durch Vertrag für 2.000 Mark in den dauernden Besitz der Republik Hamburg über. Anläßlich der 500 jährigen Wiederkehr des Tages, an dem der Kaufvertrag ab geschlossen wurde, gab der hamburgische Senat 1894 einen Portugaleser heraus. (1937 wurden Cuxhaven und Ritzebüttel von Hamburg im Austausch gegen andere Gebiete an Preußen abgetreten).

Die Vorderseite des Portugaleser zeigt die Brustbilder der Bürgermeister Versmann und Miles; neben diesen im Schriftrande deren Wappen mit den Jahreszahlen 1894 und 1934 die Umschrift

J. VERSMANN Dr. + KERSTEEN MILES

BÜRGERMEISTER VON HAMBURG:

Die Rückseite ziert ein segelndes altertümliches Schiff und der Turm von Neuwerk. Im Vordergrund ein Wappenschild mit der Burg und einem Bande mit der Inschrift PARTA TUERI. Auf der oberen Hälfte ist die neunzeilige Inschrift:

 

ZUM GEDÄCHTNIS

DES TAGES AN WELCHEM

VOR 500 JAHRE DAS MIT

WAFFENGEWALT GENOMMEN

SCHLOSS RITZENBÜTTEL

DER STADT HAMBURG ZU

DAUERDEM FRIEDLICHEN

BESITZTE ANGETRETEN

WURDE

 

Über dem Schiff:

1894 Juli 31

Unter dem Schiff der Name des Münzmeister:

J: LANGA

Portugaleser, das heißt ursprünglich besonders ansehnliche portugiesische Goldmünzen, waren in Hamburg schon seit dem 16. Jahrhundert als Geschenke, beliebt, nachdem die Münzen nicht mehr geprägt wurden, erlaubte der Senat zu verschiedenen Anlässen, Medaillen gleicher Größe und gleichen Gewichts zu schlagen oder veranlaßte selbst deren Anfertigung, um sie als Ehrengeschenke zu verwenden.

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